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VEREINS-CHRONIK |
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Aus mündlicher Überlieferung
ist bekannt, dass es in den Jahren um 1890 bereits eine kleine Musikergruppe
gab, die mit Streich- und Blasinstrumenten spielte. Es wurden einfache Tänze
und Unterhaltungsmusik in kleinerem Rahmen dargeboten. Ob kirchliche Feste, die
zu dieser Zeit im kleinen Ort Pennewang große Bedeutung hatten, auch
musikalisch gestaltet wurden, geht nicht aus der Kirchenchronik hervor. Wohl
wird aber von einem bestehenden Kirchenchor berichtet. Initiator der
Musikergruppe war auf jeden Fall die Familie Waldenberger. Vom letzten Zeugen
dieser Zeit, Ignaz Waldenberger, der 1974 starb, stammen diese Anhaltspunkte.

Der erste Weltkrieg
unterbrach die musikalische Aktivität, aber im Jahre 1921 wurde offiziell der
Musikverein Pennewang gegründet. Kapellmeister war Mathäus Waldenberger. Die
Kirchenchronik weiß von einigen Ereignissen zwischen den beiden Weltkriegen zu
berichten:
Der Anschluss an das Deutsche Reich 1938 und der darauf folgende Zweite Weltkrieg
unterbrach die musikalische Tätigkeit in der Pfarre. Nach dem bitteren Ende des
Krieges begann der musikalische Wiederaufbau. Am 9. März 1947 wurde der
Musikverein mit einer neuerlichen Gründungsversammlung aktiv. Kapellmeister war
wiederum Mathäus Waldenberger, Obmann wurde Franz Schedlberger. Der damals
festgelegte Mitgliedsbeitrag betrug S 5,-- jährlich. Im Dezember 1951 starb
Kapellmeister Mathäus Waldenberger, der dieses Amt 30 Jahre lang ausgeübt
hatte. Seine Nachfolge trat Heinrich Deisenhammer, Gastwirt in Pennewang, an.

Die folgenden Jahre
waren durch große finanzielle Probleme gekennzeichnet. Es wurden 1954 ein Großteil
der Instrumente ausgewechselt und 1959 galt es, die Musikkapelle neu
einzukleiden. Neue Uniformen ersetzten die alten. Sie bestanden aus schwarzen
Hosen, grauen Jacken und Tellerkappen. Von 1951-58 hatte Franz Rathner die
Obmannstelle inne, 1958-1967 Johann Kurz. Um den Musikernachwuchs kümmerte sich
Bez.-Kapellmeister Rudolf Fiedler, der 1961 10 Musikschüler aus unserer
Gemeinde unterrichtete. Die damalige Stärke der Kapelle betrug 22-26 Mann.
Neben den kirchlichen Ausrückungen gab es jährlich ein Konzert im Rahmen der
Jahreshauptversammlung, sowie im Sommer eventuell ein Gartenkonzert. Josef
Brunmair, der neu nach Pennewang gekommen war, bildete in der Folge
Jungmusikanten aus und erwarb sich dadurch große Verdienste.
Das Jahr 1969 brachte
der Musikkapelle einen Kapellmeisterwechsel. Heinrich Deisenhammer, der 17 Jahre
im Amt war, legte dieses zurück und übergab den Dirigentenstab an Josef Kürner,
Friseurmeister aus Wels. Am 25. Oktober 1970 übernahm Franz Rathner, Pensionist
in Pennewang, neuerlich die Obmannstelle im Verein. Das 50-jähr. Bestandsjubiläum
1971 wurde im Rahmen einer großen Veranstaltung, die über 2 Tage geplant war,
gefeiert. Am Samstag, dem 10.07. Jubiläumskonzert, Sonntag, 11.07. Weckruf,
Feldmesse, Kriegerehrung und Konzert der Gastkapelle Edelweiß Sattledt. Dem
neuen Trend folgend, wollte man die Musikkapelle mit einer Tracht statt der
derzeitigen Uniform einkleiden. Es war ein großer Verdienst des Obmannes Franz
Rathner, dass die finanziellen Mittel dazu aufgebracht werden konnten. Die
Gemeinde Pennewang unter Bürgermeister Fuchshuber stellte sich mit einem außerordentlichen
Zuschuss ein und die Raika war mit einem zinsenlosen Kredit zur Stelle. Dem
gesamten Vereinsausschuss kostete diese Neueinkleidung eine Menge Arbeit. Doch
am 17. Dezember 1972 im Rahmen der Weihnachtsfeier, konnte sich die Musik in
ihrer neuen Tracht der Bevölkerung vorstellen. Sie bestand und besteht heute
noch aus einem schwarzen Hut, dunkelrotem, besticktem Leibchen, meergrünen
Jacken und Mascherl sowie schwarzen, bestickten Pumphosen, weißen Stutzen und
schwarzen Trachtenschuhen.

Das einzige noch aktive
Gründungsmitglied, Ignaz Waldenberger, beendete 1972 seine 64jährige aktive
Laufbahn bei der Musik und der verdiente Kapellmeister Heinrich Deisenhammer
wurde 1974 zum Ehrenkapellmeister ernannt.
Seit Bestehen des
Vereins wurde im Saal des Gashauses Deisenhammer geprobt, doch im Jahr 1975 bot
sich die Gelegenheit, ein eigenes Probenlokal zu bekommen. Der Vereinsausschuss
unter Obmann Rathner konnte sich mit den Gemeindevätern arrangieren, und so
wurde im Obergeschoß des Gerätehauses der Gemeinde ein Musikerheim adaptiert.
Die Arbeiten beim Bau leisteten größtenteils die Musikkameraden, während die
Gemeinde das Baumaterial beistellte.
Johann Waldenberger,
Musiker aus den eigenen Reihen, trat 1976 die Nachfolge von Kapellmeister Josef
Kürner an. Das musikalische Rüstzeug holte sich der Elektromeister bei der
Militärmusik und anschließend an den diversen Kapellmeisterschulungen. So
hatte die Musik wieder einen "Waldenberger" an ihrer Spitze.
Mit der Einweihung des
Musikerheimes am 8. Juli 1978, an der auch Landeshauptmann Ratzenböck teilnahm,
hatte der Musikverein nun ein eigenes Probenlokal, das auch dem inzwischen auf
45 Mann angewachsenen Klangkörper größenmäßig durchaus gerecht war. In
dieser Zeit traten erstmals weibliche Musiker der Kapelle bei, sodass auch das
sogenannte schwache Geschlecht vertreten war.
Die musikalischen
Leistungen stiegen mit den besseren Ausbildungsmöglichkeiten in den
Musikschulen und dem Bemühen des jungen, tatendurstigen Kapellmeisters stetig
an. Bei Wertungsspielen wurde bislang in der Mittelstufe gespielt. Jetzt trat
man aber mit ausgezeichnetem Erfolg in der Oberstufe zur Wertung an.
Das Jahr 1979 brachte
einen neuen Vereinsausschuss, dem der Obmann Johann Schlüsselbauer vorstand.
Der alte Obmann Franz Rathner konnte auf eine erfolgreiche Tätigkeit während
seiner Amtsperiode zurückblicken.
Die Vereinskonzerte
werden seit 1980 in der Halle des damaligen Obmannes und jetzigen Gemeindehalle
veranstaltet. Kurkonzerte gehören in den letzten Jahren auch zu den ständigen
Ausrückungen.
Der Musikverein kann
derzeit als Verein mit entsprechendem Niveau betrachtet werden. Die musikalischen
Darbietungen bringen dem Verein das Wohlwollen der Gemeindebevölkerung und
dieses honoriert dies bei der alljährlichen Haussammlung. Nur so kann der
Verein ordentlich funktionieren und finanziell auch bestehen.
Das Ziel der Vereinsführung
ist die Erhaltung des derzeitigen Musikerstandes durch stetige Heranziehung
junger Kräfte und den Ausbau der musikalischen Stärke durch fleißigen
Probenbesuch.
Funktionäre seit
Bestehen des Vereins:
Obmänner:
1921-1947:
Mathäus Waldenberger
1947-1951:
Franz Schedlberger
1951-1958:
Franz Rathner
1958-1967:
Johann Kurz
1967-1970:
Friedrich Waldenberger
1970-1979:
Franz Rathner
1979-1994:
Johann Schlüsselbauer
seit 1994: Rudolf Hiptmair
Kapellmeister:
1921-1951:
Mathäus Waldenberger
1951-1969:
Heinrich Deisenhammer
1969-1976:
Josef Kürner
1976-1994:
Johann Waldenberger
seit 1994: Karl-Heinz Bachler